Raben stark, aber Dresden stärker: Playoff-Aus in drei engen SätzenZurück zur Übersicht

Fingerspitzen hoch

Die Roten Raben haben den Sprung ins Playoff-Halbfinale nicht geschafft. Im alles entscheidenden dritten Spiel der Viertelfinal-Serie unterlagen sie beim Dresdner SC mit 0:3 – doch selten erzählte ein nacktes Ergebnis so wenig über die Dramaturgie eines Spiels wie an diesem Abend. Das Team von Cheftrainer Jonas Kronseder war in allen drei Sätzen auf Augenhöhe, verlangte dem Deutschen Meister alles ab und zog nach einer beeindruckenden Leistung am Ende mit 27:29, 21:25 und 23:25 den Kürzeren. Während der DSC damit ins Halbfinale einzieht, haben sich die Roten Raben erhobenen Hauptes aus den Playoffs und damit aus dieser Saison verabschiedet.

Vor 2.649 Zuschauern in der Margon-Arena knüpften die Gäste schon im 1. Satz an ihre starke Leistung von Spiel 2 an, das sie am Mittwoch in der Ballsporthalle mit 3:1 gewonnen und mit dem sie dieses dritte Spiel in Dresden erzwungen hatten. Die Raben hatten einen klaren Plan, sie spielten mutig, punkteten schlau – und erarbeiteten sich ab 24:22 insgesamt vier Satzbälle, konnten aber keinen davon nutzen. Der DSC stemmte sich mit aller Qualität und Routine gegen den drohenden Satzverlust und verwandelte im heimischen Hexenkessel seinen 2. Satzball zum 29:27.

In der gleichen Tonart – völlig ausgeglichen, hart umkämpft – ging es im 2. Durchgang weiter. Die Roten Raben zeigten sich unbeeindruckt vom Satzrückstand und führten bei der ersten technischen Auszeit mit 8:7. Erst auf der Zielgeraden dieses Satzes mussten sie etwas abreißen lassen und ein 21:25 akzeptieren.

Dresden wollte das Match nun zu Ende bringen und holte sich im 3. Abschnitt eine frühe 9:4-Führung. Die Raben freilich zeigten Moral – und Klasse. Bei 16:14 waren die Gäste obenauf und bei 23:19 noch zwei Punkte vom Satzgewinn entfernt. Doch mit einer Aufschlagserie von Mareen Apitz drehte der DSC auch diesen Satz: 25:23 für die Gastgeberinnen und damit 3:0, das war ein Resultat, das die Roten Raben wahrlich nicht verdient hatten.

„Wir hatten die Chance, den 1. und den 3. Satz zu gewinnen“, sagte Coach Jonas Kronseder nach dem Spiel. „Hätten wir einen davon gewonnen, wäre das Spiel komplett anders gelaufen.“ Mit der Leistung seiner Mannschaft war der Coach absolut einverstanden: „Kein Vorwurf ans Team, alle haben toll gekämpft und alles gegeben.“

Sports&Travel-MVP bei Vilsbiburg wurde Keao Burdine, die mit 14 Punkten auch die beste Scorerin ihrer Mannschaft war, gefolgt von Kerley Becker (10).