Schade! Rote Raben verlieren in Stuttgart nach drei engen SätzenZurück zur Übersicht

Szene F hoch

Schade! Die Roten Raben haben die Überraschung nicht geschafft und sind im Achtelfinale des DVV-Pokals bei Titelverteidiger Allianz MTV Stuttgart ausgeschieden. Vor 1.100 Zuschauern in der „Scharrena“ unterlag das Team von Cheftrainer Jonas Kronseder mit 0:3, bot dem Favoriten dabei jedoch in allen drei Sätzen, die 23:25, 27:29 und 21:25 endeten, couragiert Paroli. Im zweiten Durchgang hatten die Vilsbiburgerinnen sogar drei Satzbälle. Insgesamt war es eine enorme Leistungssteigerung gegenüber den beiden Spielen am letzten Wochenende, so dass die Roten Raben den nächsten Aufgaben nun mit Optimismus entgegensehen können.

Vilsbiburg konnte wieder auf Libera Kirsten Knip zurückgreifen, die Niederländerin kehrte nach ihrer Knieverletzung ins Team zurück und verlieh der Annahme deutlich mehr Stabilität. Im Zuspiel setzte Coach Kronseder diesmal auf Tess von Piekartz, auch sie gab dem Spiel neue Impulse.

Von Beginn an waren die Raben richtig im Spiel. Mit Srna Markovic am Service gingen sie flott 5:0 in Führung, doch nachdem die Gastgeberinnen ihren Rhythmus gefunden hatten, machten sie Punkt um Punkt gut und lagen bei 11:10 erstmals vorne. Bis zum Ende blieb der Satz eng, und obwohl sich der favorisierte Champions-League- Teilnehmer mit 25:23 behaupten konnte, präsentierten sich die Gäste (beinahe) auf Augenhöhe. Als Zuschauer hatte man das Gefühl: Da könnte heute was gehen für die Roten Raben!

Dieser Eindruck verstärkte sich im 2. Abschnitt noch. Das Spiel wurde noch kämpferischer, die Rallyes länger, und Vilsbiburg entpuppte sich zusehends als Herausforderung für den Pokalsieger. In der Schlussphase dieses Satzes erreichte die Partien ihr bestes Niveau; in der Crunch Time ab 23:23 gab es zunächst drei Satzbälle für die Raben, die Stuttgart im Stile eines Champions abwehrte – um wenig später selbst mit der dritten Chance den Satz zuzumachen: 29:27 und damit 2:0 für Allianz MTV.

Den 3. Durchgang diktierte Stuttgart von Beginn an, über 8:5 und 16:11 erkämpfte man sich bei 24:17 sieben Matchbälle. Vier davon wehrten die unablässig fightenden Gäste ab, doch den fünften verwertete Kim Renkema, mit 13 Zählern erfolgreichste Scorerin des Titelverteidigers, zum 25:21. Somit zog Allianz MTV Stuttgart mit einem 3:0, das den über weite Strecken engen Spielverlauf nicht adäquat widerspiegelt, ins Pokal- Viertelfinale ein.

Beste Punktesammlerin bei Vilsbiburg war Lena Stigrot (15). Als MVP wurden Femke Stoltenborg bzw. Barbara Wezorke (Szenenbild) ausgezeichnet. Für die Roten Raben geht es am Samstag mit dem Bundesliga-Auswärtsspiel beim Köpenicker SC weiter.