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Newsbild Evangelischer Landesbischof Friedrich besuchte Rote Raben

Breiten- und Leistungssport gehören zusammen

Der evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich hat schon viel gesehen, aber bei einem Sportverein war er noch nicht zu Besuch. Am Mittwoch Vormittag war es erstmals soweit. Bei seinem Besuch des Dekanatsbezirkes Landshut schaute er auch bei den Roten Raben Vilsbiburg vorbei und gratulierte ihnen noch einmal nachträglich zu Deutschen Meisterschaft.

Dekan Friedrich Stelzner meinte, der Landesbischof habe sich gewünscht, dass er neben den einzelnen Kirchengemeinden auch verschiedene weltliche Einrichtungen besichtigen möchte. Er sei an allem interessiert, was in der Welt so passiert. „Und da gehört der Sport eben auch dazu“, so Stelzner. Vilsbiburgs evangelischer Pfarrer, ein begeisterter Volleyball-Fan ergänzte, dass man mit den Roten Raben einen Verein habe, der auf höchstem Niveau spielt. Dekan Stelzner ergänzte, dass die Verbindung Sport und Kirche nicht so abwegig sei. So habe die evangelische Landeskirche beispielsweise auch einen Sportbeauftragten. Allerdings werde hier in erster Linie der Breitensport gesehen.

Raben-Präsident Peter Bruckmayer nahm diesen Ball gleich auf und erläuterte, dass der Breitensport ohne die Vorbilder aus dem Leistungssport nicht möglich wäre. Er nützte die Gelegenheit, das Raben-Internat kurz vorzustellen. Dort haben seit diesem Schuljahr junge Volleyball-Talente aus Bayern oder Baden-Württemberg die Möglichkeit, Schule und Volleyball auf höchstem Niveau unter einen Hut zu bekommen. Aktuell stehen sechs Plätze zur Verfügung, sechs weitere sollen geschaffen werden. Um die schulische Ausbildung der Internatsschülerinnen sicher zu stellen, arbeiten die Roten Raben hier eng mit den umliegenden Schulen zusammen. Zwei hauptamtliche Trainer mit A-Lizenz sorgen dafür, dass die Talente auch im Volleyball optimal gefördert und gefordert werden.

Themen der Gesprächsrunde, zu der auch die drei Vilsbiburger Bürgermeister, Stadträte und Vertreter des Kirchenvorstandes gehörten, waren auch das Thema Doping, das im Volleyball Gott sei dank kein großes Thema sei, wie Raben-Finanzvorstand Joachim Weiershaus versicherte.

Raben-Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder erzählte den erstaunten Besuchern, dass die Roten Raben in den vergangenen sieben Jahren die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen der Roten Raben kontinuierlich gesteigert hätten und in dieser Zeit stets im Schnitt mehr als 1000 Zuschauer in der Vilstalhalle waren. Der Schnitt habe auch der wirtschaftlich schwierigen vergangenen Saison gehalten werden können und – dank des Engagements der Stadt – bekommen man bald die neue Ballsporthalle. Sie erfülle die nationalen und internationalen Anforderungen des Volleyball Verbandes und biete auch mehr Zuschauern Platz.

Amüsiert zeigte sich der Landesbischof über den Name „Rote Raben“. Als ihm Klaus-Peter Jung-Kronseder die Entstehung dieses Markenzeichens der Vilsbiburger Volleyballer erläuterte, meinte Dr. Johannes Friedrich: „Das ist eine tolle Idee. Der Name bleibt im Gedächtnis haften“.

Groß war die Freude bei den Vilsbiburger Bürgermeistern, als Pfarrer Lenk von Katja Wühler, die ja nach dieser Saison den Rücktritt vom aktiven Sport erklärt hatte, aber den Raben in der Geschäftsstelle und als Trainerin erhalten bleibt, wissen wollte, was ihr in den vergangenen neun Jahren an Vilsbiburg und dem Verein gefallen habe. „Vilsbiburg ist ein niedliches und sympathisches Städtchen“, meinte Katja Wühler, die vor neun Jahren aus Dresden nach Vilsbiburg kam und hier auch bleiben will. An den Roten Raben schätzt sie das familiäre Umfeld und „dass es immer einen Ansprechpartner für alles gibt“. Viele Bezugspersonen seien mittlerweile zu Freunden geworden.

Mit vielen neuen Eindrücken und einem kleinen Volleyball mit den Unterschriften aller Spielerinnen der Meistermannschaft 2009/2010 machte sich der Landesbischof Dr. Johannes Friedrich auf den weiteren Weg durch das Dekanat Landshut.


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