Deutscher Meister startet im CEV-Pokal, falls die Finanzierung gesichert ist
Raben wollen international dabei sein
Als Deutscher Meister dürfen die Roten Raben in der kommenden Saison wieder im CEV-Pokal an den Start gehen. Der europäische Verband hat auch bereits die Paarungen der ersten Runde festgelegt. Dort treffen die Roten Raben auf den rumänischen Vertreter Stiinta Bakau. Allerdings steht hinter der Teilnahme der Roten Raben noch ein Fragezeichen. Noch ist die Finanzierung des Abenteuers Europapokal nicht gesichert.„Natürlich wollen wir auf der europäischen Bühne spielen, allerdings müssen wir die Kosten auch stemmen können“, sagt Raben-Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder nachdenklich.
In den vergangenen beiden Spielzeiten haben die Roten Raben bereits erfolgreich auf europäischer Ebene gespielt; einmal im CEV-Pokal und einmal im Challenge Cup. Für das Ansehen der Roten Raben und den deutschen Volleyball insgesamt war das sehr positiv. Finanziell war es beide Male allerdings „ein deutliches Zuschussgeschäft“, spricht der Raben-Manager Klartext. Flüge in alle Winkel Europas, die Unterbringung und Betreuung der gegnerischen Mannschaften, all das belastet das knappe Budget der Roten Raben außerordentlich. „Zwischen 30.000 und 150.000 Euro kostet der Europapokal den Verein“, so Klaus-Peter Jung-Kronseder. Geld, das erst organisiert werden muss.
Der Raben-Manager weiß, dass natürlich auch die Spielerinnen heiß auf den Europapokal sind. Sie wollen sich auf der internationalen Bühne präsentieren und zeigen, was sie draufhaben. Deshalb ist Raben-Manager Jung-Kronseder derzeit auch in allen Richtungen aktiv, um die finanzielle Ausstattung für den Europapokal zu schaffen.
Ein Blick auf die übrigen deutschen Mannschaften, die im Europapokal aktiv sind, zeigt, dass sie sich nicht so viele Gedanken um die Finanzierung machen müssen. So wird beispielsweise der Dresdner SC in erheblichem Rahmen von der Stadt Dresden und vom Freistaat Sachsen unterstützt. Die Stadt Dresden war es beispielsweise auch, die den Löwenanteil der Kosten für die Ausrichtung des Final Four im Challenge Cup in der vergangenen Saison beigesteuert hat. „Sie werden sich auch weiterhin an den Kosten für den Europapokal beteiligen“, weiß Klaus-Peter Jung-Kronseder.
Auch der Schweriner SC bekommt sowohl von der Stadt Schwerin als auch vom Land Mecklenburg-Vorpommern erhebliche Mittel. Sie haben zudem mit der Vermarktungsgesellschaft der 5000 Zuschauer fassenden Kongresshalle ein Abkommen, das ihnen weitere Einnahmen sichert.
Von solchen Hilfen kann der Raben-Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder nur träumen. Zwar bekommen die Roten Raben Unterstützung durch die Stadt Vilsbiburg; aber in deutlich bescheidenerem Umfang als beispielsweise Dresden oder Schwerin.
Trotz der hohen körperlichen Belastungen in der kommenden Saison durch das 16er Feld mit anschließender Play off-Runde und dem DVV-Pokal möchten die Roten Raben auch auf der internationalen Bühne vertreten sein. „Es wäre blamabel, wenn der amtierende Deutsche Meister nicht im Europapokal vertreten wäre“, so Raben-Manager Klaus-Peter Jung-Kronseder.