Vorbereitungswettkampf um die Wartezeit zu verkürzen
Der DVL Liga-Pokal als erster Gradmesser
Mit dem Liga-Pokal ruft die Deutsche Volleyball-Liga (DVL) für die Vereine der Bundesliga Frauen – einmalig in der Saison 2010/11 – einen Vorbereitungswettkampf ins Leben, um die Wartezeit bis zum Start der neuen Saison zu überbrücken, die am 24. November beginnt, zehn Tage nach Abschluss der Weltmeisterschaften in Japan. „Ich erwarte spannende Wettkämpfe und attraktive Events für die Vereine, Sponsoren und Fans”, sagt Thorsten Endres, Geschäftsführer der DVL. „Der Liga-Pokal ist ein Beleg für die gute Zusammenarbeit zwischen DVL und Vereinen. Eine Unterbrechung der Bundesligasaison wegen der WM kam nicht in Frage. Daher haben wir uns für einen späteren Saisonstart und den Liga-Pokal als neuen Wettbewerb entschieden.”
Am 4. September startet die Qualifikationsphase für die Zwischenrunden, die am 6./7. November an drei Standorten ausgespielt werden. Für die Vereine ist es die erste Gelegenheit, ihre neuen Formationen zu testen. So verspricht sich Schwerins Teammanager André Wehnert „eine gute Saisonvorbereitung”, wenngleich er noch keine Aussage treffen kann, mit welchem Team die Norddeutschen auflaufen werden: „Unser Kader wird erst im August komplett aufgestellt sein, aber sicher ist es etwas anderes, wenn man ohne die Nationalspielerinnen seiner Mannschaft antritt.” Das gibt den neuen und jungen Spielerinnen die Chance, sich zu empfehlen.
Auch Endres ist überzeugt, dass die Abwesenheit der deutschen und ausländischen Nationalspieler dem Liga-Pokal keinen Abbruch tut: „Die höhere Leistungsdichte der Mannschaften verspricht spannende Spiele und bietet auch vermeintlichen Außenseitern gute Chancen, sich für das Final Four zu qualifizieren.” Vor allem aber ist der Ligapokal ein spannendes Experimentierfeld und verschafft den Zuschauern ungewohnte Einblicke, wenn die Trainer den letzten Feinschliff an ihren Teams anlegen.
Die Austragungsorte des DVL Liga-Pokals 2010 stehen auch bereits fest. Den Zuschlag für das Final Four am 13. und 14. November erhielt der VfB Suhl. Die Zwischenrunden finden eine Woche zuvor in Schwerin, Dresden und Sinsheim statt. So werden sich beim Finalwochenende in Suhl die Blicke der einheimischen Fans vor allem auf Felix Koslowski richten. Der 26-Jährige gibt beim Thüringer Spitzenklub sein Debüt als Chetrainer. Als Gastgeber ist Suhl für das Finalwochenende gesetzt. Komplettiert wird das Feld durch die drei Sieger der Zwischenrundenturniere.
Fakten rund um den DVL Liga-Pokal
Vorrunde (4. September bis 31. Oktober)
- Die Vorrunde wird im Rahmen von traditionellen Vorbereitungsturnieren sowie Testspielen der Bundesligisten ausgetragen. Die Termine und Orte werden Anfang August veröffentlicht.
- Alle Platzierungen und Ergebnisse gehen in eine Vorrunden-Rangliste ein.
- Die drei erstplatzierten Mannschaften der Saison 2009/10 (Rote Raben Vilsbiburg, 1. VC Wiesbaden und Schweriner SC) sowie das Zurich Team VCO Berlin können freiwillig an der Vorrunde teilnehmen, alle anderen Mannschaften müssen mindestens ein Turnier bestreiten. Ferner dürfen an der Vorrunde auch ausländische Teams sowie unterklassige Mannschaften teilnehmen.
Zwischenrunde (6./7. November)
- Die Ausrichter der Zwischenrundenturniere sind: Schweriner SC, Dresdner SC und SV Sinsheim.
- An jedem Turnier nehmen vier Mannschaften teil.
- Die Ausrichter sowie der Deutsche Meister und Vizemeister (Rote Raben Vilsbiburg und 1. VC Wiesbaden) sind automatisch qualifiziert.
- Die besten Mannschaften der Vorrunde komplettieren das Teilnehmerfeld auf insgesamt zwölf Mannschaften.
Final Four (13./14. November)
- Teilnehmer sind der Ausrichter VfB Suhl sowie die Sieger der drei Zwischenrundenturniere.