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Newsbild Raben blocken Erfurt - Nach 72 Minuten war faustdicke Überraschung perfekt

Raben II besiegen Tabellenführer

Die Roten Raben II haben eine faustdicke Überraschung geschafft. Sie haben den bisher ungeschlagenen Tabellenführer SWE Volley-Team in dessen eigener Halle mit 3:0 (25:18/25:13/25:23) geschlagen. „Die Mädels haben ihr Spiel hundertprozentig durchgezogen“, lobte ein äußerst zufriedener Raben-Trainer Mirko Pansa nach der Begegnung. Dabei hatte er kurz vor dem Ende der Partie noch ein paar bange Momente zu überstehen. Die Raben lagen im dritten Satz bereits mit 24:16 in Führung und brachten den Satz dann gerade noch mit 25:23 ins Ziel. Wenn man allerdings sieht, dass Erfurt bis zu dieser Begegnung erst insgesamt sieben Sätze in 17 Spielen abgegeben hat, dann ist der Erfolg der Raben II gar nicht hoch genug einzuschätzen.

Wenn man zum bisher ungeschlagenen Tabellenführer reist, dann gibt man sich als Mannschaft keinen Illusionen hin und kalkuliert eine Niederlage ein. Doch die Roten Raben II konnten sich noch gut an die Begegnung in der Vorrunde in der heimischen Vilstalhalle erinnern, als sie Erfurt am Rand einer Niederlage hatten. Letztlich musste das Raben-Team damals einer Unerfahrenheit Tribut zollen und die zwei Punkte noch abgeben.

Die Erfurter meinten nach dem Spiel, dass ihre Siegesserie ganz eng mit dem Erfolg in Vilsbiburg verbunden ist. Die Raben gewannen damals aber auch die Erkenntnis, dass Erfurt durchaus zu schlagen ist. „Erfurt spielt sehr schnell über die Außen, wenn es aus einer sicheren Annahme operieren kann“, erklärt Raben-Trainer Mirko Pansa die Spielweise der Gegner. Ein probates Mittel gegen diese Spielweise ist, mit scharfen und plazierten Aufschlägen die Annahme sofort unter Druck zu setzen.

Und das setzten die Raben-Spielerinnen während des gesamten Spieles um. Bei nur neun Fehlern im Aufschlag hielten sie „den Aufschlagdruck permanent hoch“, wie es Raben-Trainer Pansa beschrieb. Das brachte die Gastgeberinnen gleich zu Beginn ziemlich aus dem Rhythmus. Sie fanden kein Mittel, wie sie diesem Rabenspiel begegnen konnten. Neben dem Aufschlag waren die Raben-Spielerinnen aber auch in allen anderen Spielelementen hellwach und brachten die Erfurter Spielerinnen immer wieder zur Verzweiflung. Was die SWE-Spielerinnen auch versuchten, die Raben-Spielerinnen hatten eine bessere Antwort parat. So schafften sie es nach 22 Minuten, sich den ersten Satz mit 25:18 zu schnappen.

Noch deutlicher wurde es im zweiten Satz. „Wir haben einfach unglaublich konzentriert gespielt“, war die Erklärung des Raben-Trainers. Das zeigte sich auch am Ergebnis. Mit 25:13 wurde der Tabellenführer nach weiteren 22 Minuten Spielzeit förmlich deklassiert. Raben-Trainer Mirko Pansa vertraute der gleichen Sechs, die auch am vergangenen Wochenende Chemnitz besiegten: Ina Prechtl als Zuspielerin, Veronika Majova als Universalspielerin, im Mittelblock Mona Kreßl und Alessandra Jovy-Heuser sowie auf der Außenposition Patricia Hofmarksrichter und Katharina Mühlfeld. In der Annahme war Libera Anna Pogany gewohnt sicher.

Spätestens nach dem zweiten Satz war allen Raben-Spielerinnen klar, dass sie heute einen Sieg gegen den Tabellenführer schaffen konnten. Mit diesem Selbstbewusstsein gingen sie in den dritten Satz. Zwar lagen sie bei der ersten technischen Auszeit noch knapp mit 7:8 hinten, bei der zweiten hatten sie Erfurt aber bereits wieder im Griff und führten mit 16:12. Diesen Vorsprung bauten sie sogar noch auf 24:16 aus. Doch dann passierte etwas, was Raben-Trainer Mirko Pansa die Haare raufen ließ. „Den Sieg vor Augen haben sie einfach aufgehört zu spielen“, so der Trainer. Erfurt nutzte die Gelegenheit und arbeitete sich Punkt für Punkt heran.

Raben-Trainer Pansa versuchte mit den beiden Auszeiten sowie der Einwechselung von Sarah Breinbauer für Katahrina Mühlfeld den Rhythmus der Erfurterinnen zu stören. Doch die ließen sich nicht beirren und kamen Punkt für Punkt heran.

Das einzig Tröstliche für Mirko Pansa war das Wissen, dass eine Mannschaft mit dem hohen Druck mehr, als zehn Punkte fehlerfrei zu spielen, nicht zurecht kommt. So war es dann auch: Beim Stand von 24:23 verschlugen die Erfurterinnen eine Angabe und die Raben holten sich auch den dritten Satz und damit den Sieg über den Tabellenführer. Entsprechend groß war der Jubel beim Raben-Tross: „Das war heute richtig gut“, lobte Raben-Trainer Mirko Pansa.


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