Damen 3 und 4 hatten mit Umstrukturierungen zu kämpfen
Raben Teams auf gutem Weg
Vor lauter Freude über die Meisterschaft der ersten Mannschaft gehen die guten Leistungen der anderen Raben-Teams beinahe unter. Dabei haben sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten das Beste aus sich herausgeholt.
Die Ausgangssituation für die Mannschaft Damen 4 war nach strukturellen Umstrukturierungen im Verein zu Beginn der Saison nicht einfach, da sich dadurch auch Veränderungen bei der Zusammensetzung der Mannschaften ergaben. So war die Mannschaft erst kurz vor Saisonbeginn endlich komplett und konnte die schwere Aufgabe - Kampf um den Klassenerhalt – in Angriff nehmen. Die Tatsache, dass man in dieser Saison in der Bezirksliga Oberbayern antreten musste, stellte sich als zusätzliches Problem heraus. In dieser Klasse spielen einige Mannschaften aus dem Großraum München. Für die jungen Spielerinnen der Damen 4 bedeutete dies, dass sie auf Gegner traf, die schon deutlich höherklassig gespielt haben und über wesentlich mehr Spielerfahrung verfügen.
Dies musste die Raben-Mannschaft teilweise schmerzhaft erfahren. Trotz guter Leistungen reichte es oft nicht, um gegen solche erfahrenen Spielerinnen bestehen zu können.
Dennoch gaben alle Spielerinnen ihr Bestes und versuchten sich Woche für Woche zu beweisen; sowohl im Training als auch in den Spielen. Erst im Laufe der Saison wuchs die Mannschaft, die aus unterschiedlichen Teams der Roten Raben vor Saisonbeginn zusammengestellt worden war, zu einem Team zusammen. Zudem konnten zwei neue Spielerinnen - Lena Luginger und Sonja Reichenwallner - ins Team integriert werden.
Das Training gestaltete sich ebenfalls schwierig, da die Leistungsunterschiede zwischen den Spielerinnen sehr ausgeprägt waren und erst im Laufe der Saison abgebaut werden konnten. Zusätzliche Trainingseinheiten mit Mirko Pansa, Veronika Majova und Detlev Schönberg, gerade auch zur Vorbereitung auf die U18-Meisterschaften, haben hier zu einer Verbesserung geführt. Allerdings konnten nicht alle Spielerinnen an diesen Trainingseinheiten teilnehmen und die Gelegenheit, sich individuell zu verbessern, nutzen.
Trotz aller Bemühungen konnte die Mannschaft das gesteckte Saisonziel „Klassenerhalt“ nicht erreichen und muss daher absteigen. Das Team mit Trainer Andre Rostock ist sich aber einig, dass man in der nächsten Saison wieder voll angreifen will. Deshalb wollen auch alle die Zeit bis zum Saisonbeginn effektiv nutzen, um sich weiter zu verbessern.
Für die Damen 4 spielten: Steffi Schwimmbeck, Luisa Rostock, Sophia Doubrawa, Katja Giglberger, Lena Luginger, Sonja Reichenwallner, Vroni Prex, Bianca Aigner, Buru Öztekin, Elisabeth Knäble, Eva Regahl, Michaela Hohenester, Eva-Maria Müller und Lena Bauer.
Auch bei der Mannschaft Damen 3 standen die Zeichen ganz auf Neuanfang: Neu zusammengestellt und mit einem kleinen Kader startete die Bayernligamannschaft im August in die Saison 2009/2010. Gleich zu Beginn musste sie zwei Spielerinnen des Internats aus der Bayernliga an die zweite Bundesliga abgeben und so gestaltete sich der Aufbau und das Training sehr schwierig.
Dennoch steigerte sich die Mannschaft in der knappen Vorbereitung und verbuchte zum Saisonbeginn drei Siege in Folge. Trotz der Doppelfunktion ihres Trainers Detlev Schönberg, der in der Hinrunde der Bundesliga noch als Scout tätig war und seine Mannschaft bei den Spielen nicht immer betreuen konnte, zeigte sie gute Leistungen.
Erst mit Beginn einer Verletztenmisere, die Ende Oktober begann und bis zum Februar 2010 anhielt, kam der Leistungseinbruch. Die Personaldecke wurde phasenweise so knapp, dass die Damen 3 Spiele mit nur sechs Spielerinnen bestreiten musste und oftmals - trotz gutem Spiel - dafür nicht mit Siegen belohnt wurde. Trotz zahlreicher Umstellungen schaffte es die Mannschaft immer, gute Leistungen abzuliefern. Der Einbau der jungen und neuen Spielerinnen in die Mannschaft und die Heranführung an das Niveau in der Bayernliga gestaltete sich zusätzlich schwierig. Gerade hier zeigten die erfahrenen Spielerinnen des Teams eine sehr gute Einstellung und unterstützen die jungen Spielerinnen in Training und Wettkampf.
Mit Beginn der Rückrunde konnte Trainer Detlev Schönberg seine Mannschaft im vollen Umfang trainieren und betreuen, die verletzten und angeschlagen Spielerinnen meldeten sich zurück und der Kampf um den Klassenerhalt begann. Nach vier guten Spielen in Folge zum Saisonfinale, davon drei Siegen hintereinander, brachte die Mannschaft um Spielführerin Daniela Sterr eine verkorkste Saison zu einem glücklichen Ende. Sie schaffte aus eigener Kraft den direkten Klassenerhalt, ein Ergebnis, an das außer den Spielerinnen und ihrem Trainer keiner so recht geglaubt hatte.
Zu diesem Erfolg haben beigetragen: Daniela Sterr, Bärbel Greif, Jule Gramenz, Anne-Sophie Birnkammer, Katja Soloninkina, Christina Bothur, Orgresa Niqki, Elisabeth Pongratz, Sophia Kozlowski und Sofie Ette.